Impressionen Simultan GM Blübaum
9.5.2026
Das Wichtigste vorneweg: Die Lieblingsfarbe von Matthias Blübaum ist Blau. Dieses sympathische Detail zeigt, wie nahbar sich der Großmeister dem Esslinger Publikum präsentierte. Geduldig und stets gut gelaunt beantwortete er alle Fragen der Teilnehmer – bis hin zur Farbwahl.
Ein Marathon am Schachbrett
Der Schachklub Freibauer Esslingen freute sich sehr, dass der Großmeister der Einladung gefolgt war, um simultan gegen 40 Schachfreunde anzutreten. Eine Besonderheit: Blübaum spielte an der Hälfte der Bretter mit den schwarzen Steinen – eine beachtliche Zusatzbelastung.
Dass an den Brettern hart gekämpft wurde, zeigte die Dauer des Turniers von fast sechs Stunden. Selbst als der Großmeister feststellen musste, dass er seinen Zug verpasst hatte und die Rückreise nach Bielefeld schwierig werden würde, schlug er Remis-Angebote aus. Ihm war es wichtig, jede Partie sportlich auszukämpfen. Er nahm sich sogar die Zeit für Analysen direkt am Brett sowie für zahlreiche Autogrammwünsche.
Beeindruckende Bilanz gegen ein starkes Feld
In einem stark besetzten Teilnehmerfeld – vom achtjährigen Nachwuchstalent über erfahrene Vereinsmitglieder bis hin zum 77-jährigen Senior – erzielte Blübaum hervorragende 35,5 Punkte. Die einzige Niederlage des Tages musste er gegen Dietmar Kessler (Oberligaspieler vom SV Ebersbach) hinnehmen.
Zudem gab Blübaum sieben Remis ab. Vier dieser Unentschieden erkämpften sich Max Siepmann, Gerd Engels, Filip Kamenov und Ralf Spierling vom ausrichtenden Verein Freibauer Esslingen.
Prominente Gäste und ehrendes Gedenken
Esslingens Oberbürgermeister Matthias Klopfer eröffnete das Turnier mit einer pointierten Rede. Er bemerkte schmunzelnd, dass Blübaums Online-Nickname „KeinSehrStarkerSpieler“ angesichts zweier Europameistertitel wohl das Understatement des Jahres sei. Der Oberbürgermeister ließ es sich nicht nehmen, persönlich den ersten Zug auszuführen. Auch der Schachverband Württemberg unterstrich die Bedeutung des Events durch die Anwesenheit seines Ehrenpräsidenten Armin Winkler.
Der Hintergrund der Veranstaltung war jedoch ein ernster: Das Turnier fand im Gedenken an den viel zu früh verstorbenen Vereinsgründer Martin Scholl statt. Um ihm zu gedenken, war es dem Verein wichtig, etwas Besonderes auf die Beine zu stellen. Wir sind uns sicher, dass sich Martin Scholl über dieses Event sehr freut – von wo auch immer er zugeschaut hat.
Die Esslinger Zeitung war ebenfalls vor Ort und wird in ihrer Mittwochausgabe ausführlich über das Turnier berichten.











































































